Tagung am Freitag, den 17.07.2015

Die Folgen sexueller Übergriffe sind gravierend! Sexuellen Missbrauch zu verhindern, gehört zu den großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt mit dem Projekt „Kein Täter werden“ verbesserte sich in Deutschland das Angebot präventiver Therapien für Menschen mit sexuellem Interesse an Kindern entscheidend. Inzwischen gibt es eine Mehrzahl von Behandlungsangeboten, die sich nach Zielgruppe, Rahmenbedingungen und finanzieller Ausstattung unterscheiden.

Im Juli 2011 wurde das Therapieprojekt zur Prävention sexuellen Missbrauchs (PsM) in Göttingen gegründet. Neben jenen, die befürchten erstmals oder erneut einen sexuellen Übergriff zu begehen, werden auch Konsumenten von Kinder- und Jugendpornografie angesprochen. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Freiwilligkeit, Veränderungsmotivation, keine gerichtlichen Auflagen, insbesondere keine Berichtspflicht. Im Alltag zeigen sich die spezifischen Anforderungen einer ambulanten Behandlung, die Freiwilligkeit und Wahrung der Schweigepflicht besonders betont.

Im Rahmen einer ersten überregionalen Tagung dieser Präventionsambulanzen sollen Erfahrungen diskutiert und Perspektiven erörtert werden. Finanzielle, strukturelle, diagnostische und therapeutische Herausforderungen sollen ebenso wie die besonderen Schwierigkeiten einer wissenschaftlichen Evaluation aufgegriffen werden.

Hierzu möchten wir Sie gerne einladen.

Prof. Dr. J. Müller     Prof. Dr. J. Wiltfang

Begrüßung
09.00 – 09.10 Prof Dr. med. J. L. Müller (Göttingen)
Grußworte der Träger
09.10 – 09.25 M. Huppertz (Asklepios Fachklinikum Göttingen)  
09.25 – 09.40 Dr. med. H. Kersting (Sozialministerium Niedersachsen)  
09.40 – 09.55

Prof. Dr. med. W. Brück (Universitätsmedizin Göttingen)

 

Fachvorträge Vorsitz: Prof. Dr. J. L. Müller
10.00 – 10.30 Dipl. Psych. M. G. Feil (München) Pädosexualität als Symptom oder Störung?
10.30 – 11.00 Prof Dr. med. P. Briken (Hamburg) Stabilität und Variabilität sexueller Präferenzen
11.00 – 11.30 Kaffeepause  
Fachvorträge Vorsitz: Dr. Stolpmann
11.30 – 12.00 Dr. Heinz Scheurer (Karlsruhe) Behandlungskonzeption & Erfahrungen mit Tatgeneigten im BIOS-Präventionsprojekt „Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen“
12.00 – 12.30 Prof. Dr. med. M. Graf (Basel) Therapie und Forschung in Basel
12.30 – 13.30 Mittagspause  

Programm

 
Teil II: Therapie- & Evaluationsansätze / Fachvorträge Vorsitz: Prof. Dr. Briken
13.30 – 14.00 Dr. rer. nat. S. Palmer,
M. Sc. Psych. T. Schulz,
Dr. med. G. Stolpmann,
Dr. rer. nat. M. Wernicke (Göttingen)
Das Therapieprojekt zur Prävention sexuellen Missbrauchs (PsM)
14.00 – 14.30 lic. phil. I M. Egli-Alge (Ostschweiz) Therapie am Forensischen Institut Ostschweiz (forio)
14.30 – 15.00 Dipl. Psych. P. Schuhmann (Regensburg) Erfahrungen mit dem Berlin Dissexuality Therapy Program (BEDIT)
15.00 – 15.30 Kaffeepause  

15.30 – 16.30

Podiumsdiskussion: Prävention-Was hilft’s? Referenten:
Dr. J. Signerski-Krieger
R.-C. Weichert-Pleuger (JVA Rosdorf, angefragt)
Dr. D. Hesse (Moringen)
    Moderation: U. Andres (NDR Studio Göttingen)

Prof Dr. med. Peer Briken (Hamburg)
Direktor des Instituts und der Poliklinik fu?r Sexualforschung und Forensische Psychiatrie Hamburg

Prof. Dr. med. Wolfang Bru?ck
Leiter des Instituts fu?r Neuropathologie der Universitätsmedizin Göttingen

Frau lic. phil. I Monika Egli-Alge
Geschäftsfu?hrerin des Forensischen Instituts Ostschweiz

Dipl. Psych. Markus G. Feil
Leiter der Psychotherapeutischen Fachambulanzen fu?r Gewalt- und Sexualstraftäter Mu?nchen

Prof. Dr. med. Marc Graf
Klinikdirektor Forensisch Psychiatrische Klinik Basel

Dr. med. Dirk Hesse
Ärztlicher Direktor Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen – Standort Moringen

Herr Manfred Huppertz
Geschäftsfu?hrer des Asklepios Fachklinikums Göttingen

Herr Dr. Helmut Kersting
Psychiatriereferent im Niedersächsischen Ministerium fu?r Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

Prof. Dr. med. Ju?rgen L. Mu?ller
Chefarzt der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie Göttingen

Dr. rer. nat. Simon Palmer
Psychologe in der Klinik fu?r Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Göttingen

Dr. Heinz Scheurer
Psychologe und Leiter der Forensischen Ambulanz Baden (FAB)

Frau Dipl. Psych. Petya Schuhmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung fu?r Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirksklinikum Regensburg

M. Sc. Psych. Tina Schulz
Psychologin in der Klinik fu?r Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Göttingen

Dr. Jörg Signerski-Krieger
Leiter der Ambulanz fu?r Sexualmedizin und Sexualtherapie Göttingen

Dr. med. Georg Stolpmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie Göttingen

Frau Regina-Christine Weichert-Pleuger
Leitende Regierungsdirektorin Justizvollzugsanstalt Rosdorf

Dr. rer. nat. Martina Wernicke
Psychologin in der Klinik fu?r Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Göttingen

Wir freuen uns, Sie am 17. Juli im Sozialzentrum des Asklepios Klinikums Göttingen begrüßen zu dürfen.

Anmeldungen richten Sie bitte bis zum 30.06.2015 an
c.ackermann@asklepios.com
oder
r.busse@asklepios.com.

Wir bitten um einen Verpflegungskostenbeitrag von 15 Euro pro Person.