Virtual Reality (VR) Labor

Virtuelle Realitäten (VR) werden seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich in der Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen eingesetzt. Die Vorteile von VR liegen dabei in der hohen ökologischen Validität virtueller Umgebungen, in der vollständigen Kontrolle der virtuellen Reize und der Fähigkeit, beim Patienten das Gefühl zu erzeugen tatsächlich in der virtuellen Realität zu sein. VR erlaubt die Konfrontation mit Reizen und Situationen, die in der Realität nicht zugänglich oder zu gefährlich sind. Trotz dieser Vorteile werden VR-gestützte Verfahren bis jetzt noch nicht in der forensischen Psychiatrie eingesetzt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt existieren lediglich erste Studien zu VR-gestützter Diagnostik devianter sexueller Interessen. Diese Studien verdeutlichen das hohe Potential ökologisch valider virtueller Umgebungen für die Erfassung forensisch-relevanter Symptomgruppen. Einer der größten Vorteile VR-gestützter Verfahren für die Forensische Psychiatrie liegt in der erstmaligen Möglichkeit, psychisch kranke Straftäter in deliktrelevanten Risikosituationen ohne Gefährdung Dritter zu beobachten. Dies eröffnet nicht nur aus diagnostischer und prognostischer, sondern auch aus therapeutischer Sicht neue Möglichkeiten.

Das VR-Labor des Ludwig-Meyer-Instituts wurde 2015 auf dem Gelände des Asklepios Fachklinikums Göttingen eingerichtet.

Es ist ausgestattet mit:

  • 4 high-end VR PC-Systemen
  • Oculus DK2 (Head Mounted Display)
  • Eye-Tracking Integration für Oculus DK2
  • Psychophysiologisches System (wireless)
  • Motion Capturing System (8 Kamera Setup)

Weitere Informationen unter: https://lmivrlab.wordpress.com